Matthias
Strohmayer

Verstehen, wie Dinge funktionieren.
Und dafür sorgen, dass sie es auch weiterhin tun.

Ich arbeite an der Schnittstelle von Software, Infrastruktur, Operations und Organisation. Mein Blick darauf ist stark praktisch geprägt: Ein System ist für mich nicht schon dann gut, wenn es technisch funktioniert. Es muss verständlich bleiben, kontrolliert verändert werden können und auch langfristig zuverlässig betreibbar sein.

Mein Weg

Mein beruflicher Weg in die IT begann nicht am Computer, sondern auf dem Bau. Ich habe zunächst Zimmerer gelernt – und damit einen Beruf, in dem am Ende sichtbar sein muss, ob etwas funktioniert, zusammenpasst und Bestand hat.

Das Interesse an Computern und Programmierung war allerdings schon deutlich früher da. Noch bevor ich selbst einen C64 hatte, lieh ich mir in der Bücherei Bücher und Hefte zur C64-Programmierung aus. Mich interessierte weniger, was man mit einem Computer spielen konnte, sondern vor allem, wie man ihm selbst etwas beibringt.

Nach einer beruflichen Neuorientierung führte mein Weg über den Informatikkaufmann und den Informatiktechniker schließlich in die Softwareentwicklung. Mit 39 Jahren begann ich noch einmal als Junior Java Backend Developer – bewusst als Neustart in einem Bereich, in den ich schon lange wollte.

Aus der Backend-Entwicklung wurde mit der Zeit immer stärker die Beschäftigung mit dem System rund um die Anwendung: Wie wird Software gebaut und ausgeliefert? Wie läuft sie in Produktion? Wie wird sie überwacht, gesichert und aktualisiert? Was passiert, wenn etwas schiefgeht?

Heute arbeite ich als Operations Manager. Damit hat sich mein Schwerpunkt erweitert, aber die technische Perspektive ist geblieben. Neben Infrastruktur, Betrieb und Automatisierung beschäftigen mich heute ebenso Prozesse, Verantwortlichkeiten, Prioritäten und die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Teams.

Rückblickend wirkt dieser Weg für mich weniger wie ein Wechsel zwischen völlig verschiedenen Berufen als früher. Ob Holzbau, Software oder IT-Betrieb: Mich interessiert immer wieder dieselbe Frage – wie aus einzelnen Teilen ein funktionierendes und dauerhaft tragfähiges System wird.

Arbeit & Technik

Mein technischer Hintergrund liegt in der Softwareentwicklung, insbesondere im Java-Backend. Dadurch kenne ich Anwendungen nicht nur aus Sicht des Betriebs, sondern auch von innen: Code, Abhängigkeiten, Builds, Schnittstellen und die Entscheidungen, die während der Entwicklung getroffen werden.

Heute liegt mein Schwerpunkt stärker auf dem Betrieb und dem Umfeld dieser Anwendungen. Dazu gehören Linux, Container, Deployment- und CI/CD-Prozesse, Monitoring, Backups, Cloud-Infrastruktur und Automatisierung.

Dabei versuche ich, Automatisierung nicht mit möglichst viel Automatisierung zu verwechseln. Ein Prozess soll reproduzierbarer und sicherer werden – nicht nur komplizierter. Dasselbe gilt für Architektur: Eine einfache Lösung, die verstanden und zuverlässig betrieben werden kann, ist mir häufig lieber als eine technisch beeindruckende Konstruktion mit unnötigen Abhängigkeiten.

Mit meiner heutigen Rolle kommt eine weitere Ebene hinzu: Viele technische Probleme lassen sich nicht allein technisch lösen. Fehlende Zuständigkeiten, unklare Prozesse oder schlechte Kommunikation können ein System genauso unzuverlässig machen wie ein Softwarefehler.

Deshalb setzt sich guter Betrieb für mich aus drei Dingen zusammen: Technik verstehen. Strukturen schaffen. Verantwortung übernehmen.

Projekte

Eigene Projekte sind für mich der Ort, an dem ich technische Entscheidungen ohne Abkürzung bis zum Betrieb durchdenken kann. Nicht nur etwas ausprobieren, sondern es so aufbauen, dass ich es später noch verstehen, verändern und im Fehlerfall wiederherstellen kann.

Deshalb geht es bei meinen Projekten selten nur um eine einzelne Anwendung oder ein bestimmtes Werkzeug. Mich interessiert das System darum herum: Infrastruktur, Deployment, Monitoring, Daten, Sicherheit und die Frage, wie daraus etwas dauerhaft Betreibbares wird.

OwnVPS

Mit meinem eigenen VPS baue ich eine Plattform für persönliche Websites und weitere technische Projekte auf. Dabei ging es mir von Anfang an um mehr als darum, einen Server ins Internet zu stellen: Deployments sollen reproduzierbar sein, Änderungen nachvollziehbar bleiben und Backups sich im Ernstfall tatsächlich wiederherstellen lassen.

Deshalb gehören Git-basierte Deployments, Container, Reverse Proxy, Monitoring, Offsite-Backups und getestete Restore-Prozesse genauso zum Projekt wie die Anwendungen, die darauf laufen.

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HomeOps

Rund um mein Haus laufen inzwischen verschiedene technische Systeme – unter anderem Raspberry Pis, Smart-Meter-Erfassung, Monitoring und weitere Komponenten der Hausautomation. Mit HomeOps möchte ich diese gewachsene Technik schrittweise in eine nachvollziehbare und langfristig wartbare Struktur bringen.

Besonders spannend finde ich dabei die Verbindung zwischen digitaler Infrastruktur und einer sehr realen Umgebung: Messwerte, Energie, Gebäude und Technik auf der einen Seite, Linux, Datenhaltung, Monitoring und Automatisierung auf der anderen.

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IT-Strukturen im Ehrenamt

Auch in meinem ehrenamtlichen Umfeld beschäftige ich mich mit der Weiterentwicklung gewachsener IT-Strukturen. Dabei geht es um Arbeitsplätze, Cloud-Dienste, Datenhaltung, Verwaltungssoftware und die Frage, welche Systeme eine ehrenamtlich geprägte Organisation langfristig sinnvoll betreiben kann.

Gerade dort zeigt sich für mich besonders deutlich, dass eine technisch gute Lösung allein nicht reicht. Sie muss zu den Menschen passen, verständlich bleiben, bezahlbar sein und auch dann noch funktionieren, wenn nicht ständig ein IT-Spezialist danebensteht.

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Verantwortung & Engagement

Verantwortung gehört für mich nicht nur zum Beruf. Als Kommandant einer Freiwilligen Feuerwehr trage ich Verantwortung für Menschen, Ausbildung, Einsatzbereitschaft und die Weiterentwicklung einer ehrenamtlich getragenen Organisation.

Dabei sind Entscheidungen nicht immer planbar und Rahmenbedingungen selten perfekt. Menschen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten und zeitliche Möglichkeiten mit. Trotzdem müssen im entscheidenden Moment Zuständigkeiten klar sein und Zusammenarbeit funktionieren.

Vieles davon prägt auch meinen Blick auf andere Bereiche: Gute Strukturen sollen Menschen unterstützen, nicht beschäftigen. Verantwortung lässt sich nicht automatisieren – aber man kann Bedingungen schaffen, unter denen sie verlässlich wahrgenommen werden kann.

Abseits von Bildschirm und Einsatzplan

Nicht alles in meinem Leben dreht sich um Technik, Systeme und Organisation. Einen wichtigen Ausgleich finde ich in der Musik. Ich spiele Tenorhorn und Bariton in einer Blaskapelle – und mag besonders, dass dabei für eine Weile nur Klang, Rhythmus und Zusammenspiel zählen.

Gleichzeitig bin ich gerne praktisch beschäftigt. Ein altes Bauernhaus, Haus und Hof, Garten und Wald sorgen zusammen mit immer neuen Ideen zum Reparieren, Verbessern und Weiterbauen dafür, dass mir die Projekte auch abseits des Computers nicht ausgehen.

Vielleicht beschreibt genau diese Mischung mich am besten: Ich mag digitale Systeme – aber genauso Dinge, die man anfassen, reparieren und tatsächlich fertig machen kann.

Kontakt

Du möchtest dich über eines der Projekte, über Technik oder über eine Idee austauschen? Schreib mir gerne.

Am einfachsten erreichst du mich per E-Mail: matthias@matthiasstrohmayer.de